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Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau durch die HAK/HAS Landeck

Jedes Jahr besuchen SchülerInnen unserer drei Schulen entweder die Gedenkstätte in Dachau bei München oder Mauthausen bei Linz. Am 19.5.2019 fuhren die 4. HAK und die 2 HAS in Begleitung ihrer Geschichte-Lehrer/innen zur KZ-Gedenkstätte nach Dachau.

Dachau war das erste offizielle Konzentrationslager. Am 21. März 1933 gab Heinrich Himmler, Leiter der SS und der Polizei, die Errichtung des KZ in Auftrag. Er kannte das Gelände und die ehemalige Munitionsfabrik, die etwas außerhalb der Stadt Dachau lag und schon vor dem ersten Weltkrieg bestand, sehr gut. Es war die ganzen 12 Jahre von 1933 bis zur Befreiung am 29.4.1945 als Lager geöffnet. Zum Hauptlager gehörten ca. 200 Außenlager Einige befanden sich auch in Tirol, wie beim Planseewerk in Reutte, im Stubaital und vor allem das Lager in Innsbruck Reichenau.
Das KZ Dachau wurde zum Modell für alle übrigen Lager im gesamten Deutschen Reich. Die SS, die unter der Führung des ersten Lagerkommandanten Theodor Eicke seit dem 1. 7. 1934 die Leitung der KZ übertragen bekam, baute Dachau zu einer Ausbildungsstätte für alle SS Wachmannschaften aus. Direkt an den Lagerkomplex angrenzend wohnten und lebten die späteren SS Aufseher mit ihren Familien.
Die ersten Häftlinge waren politische Gegner des Regimes. In den folgenden Jahren wurden immer neue Gruppen nach Dachau verschleppt: Juden, Homosexuelle, Roma und Sinti, Zeugen Jehovas, evangelische und katholische Geistliche, wie der seliggesprochene Otto Neururer von Fließ.
Nach dem "Anschluss" von Österreich kamen bereits am 2. April 1938 tausende österreichische Gefangene nach Dachau. Es waren in Summe ca. 8000,- , allein im Jahr 1938.
Es folgten Häftlinge aus allen besetzten Ländern in Europa. Allein als Folge des Novemberpogroms am 9.11.1938, der so genannten „Reichskristallnacht“, wurden mehr als 10.000 Juden in das Konzentrationslager Dachau gebracht.
Insgesamt durchliefen etwa 206 000 registrierte Häftlinge das Lager; etwa 32 000 Gezählte starben hier. Außerdem dürften noch mindesten weitere 10.000 Menschen hier ermordet worden sein. Am 29. April 1945 wurden die etwa 30 000 Überlebenden von den amerikanischen Streitkräften befreit. Ein Teil der KZ Häftlinge stab bei den Todesmärschen, die nach Tirol führten.
Die SchülerInnen wurden von zwei sehr kompetenten Guides im Gedenkstättengelände begleitet, die immer wieder versuchten auf die heutige Gefahr des Rechtspopulismus einzugehen, der in seiner Vereinfachung und Radikalisierung große Ähnlichkeit zur Sprache der Nationalsozialisten der 30iger Jahre aufweist. Ein Besuch dieses Ortes der Entpersonalisierung von Menschen sollte nicht nur nachdenklich machen, sondern auch zum Handeln gegen gegenwärtiges Unrecht bewegen.

Bericht: Mag. Christian Mayer, MSc

Fotos: HAK/HAS Landeck

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